Meine besten Tipps für kleine Gemüsemuffel

Gemüse für Kinder

So bekommst Du Dein Kind freiwillig zum Gemüse essen

Wer kennt das nicht:

Mama, Ich will Spaghetti mit Ketchup! Das Gemüse esse Ich nicht!

Es steht reichlich Salat und Rohkost auf dem Tisch und die lieben Kindlein wollen nur Spaghetti/ Nudeln mit Ketchup… Weil das auch im besten Hause vorkommt, verrate ich Dir heute meine besten Tricks für kleine Gemüsemuffel.

Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag

Das empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, um eine gesunde ausgewogene Ernährung für Erwachsene, aber auch für Kinder zu gewährleisten. Naja und dann gibt es eben mal Phasen, in denen die Kinder gefühlt überhaupt kein Gemüse und Obst essen wollen. Was dann?

Außerdem gibt’s natürlich auch die grundsätzlichen Gemüsemuffel Kinder. Das hat schon so manche Mutter zur Verzweiflung gebracht und deswegen möchte ich heute meine besten Tipps mit Dir teilen. So kannst Du in Zukunft möglichst gelassen und entspannt das Essen mit Deinen Kindern genießen.

Meine Erfahrungen mit drei Kindern und ihre Vorbilder

Also ich bin ein totaler Gemüse-Junkie sozusagen, das heißt ich esse quasi zu jeder Mahlzeit immer irgendwie einen Berg Gemüse – entweder gekocht oder roh. Das heißt meine Kinder haben hier schon mal das Vorbild der Mutter, die immer irgendwie Gemüse mümmelt. Mein Mann ist nicht ganz so fanatisch nach Gemüse, ernährt sich allerdings auch recht gesund und achtet darauf, dass immer Rohkost auf dem Tisch steht, wenn er das Abendessen zubereitet.

Von klein auf hatten wir bei keinem der drei Kinder bislang Probleme mit dem Gemüse-essen. Obst ging und geht sowieso gut. Unsere älteste hatte vor kurzem mal eine Phase (ca. 4 Monate), wo sie partout das Gemüse stehen gelassen hat. (Das war zum Einen um sich mal klar abzugrenzen von der Mama und zum Anderen, um ihre eigene Entscheidungsmacht zu unterstreichen) Gottseidank hat sich das aufgrund des wachsenden Interesses für eine gute Figur und reine Haut, von ganz alleine gegeben (mit knapp 14 Jahren lässt sie sich natürlich nicht mehr so leicht beeinflussen, aber dank sanfter verbaler Begleitsätze beim Essen, konnten wir sie zurück ins Gemüse-Boot holen. Sie hat allerdings dennoch ganz akzentuiert und selbstbestimmt einiges an Gemüse in dieser kurzen Phase gegessen, nur eben nicht, wenn ich es gesagt habe 😉 .

In der Bekanntschaft allerdings habe ich immer wieder Kinder beobachtet und mitbekommen, die quasi gar kein Gemüse gegessen haben (und das grundsätzlich, also nicht phasenweise!). So bin ich nun auch dazu gekommen, das Ganze mal hier auf meinem Blog zu thematisieren, denn ich werde immer angesprochen und um Rat gefragt.

Pilze auf dem Küchentisch

1. Tipp: Lieblingsgemüse?

Beobachte Dein Kind ganz genau und nimm wahr, welche Gemüsesorten Dein Kind bevorzugt. Dann biete Deinem Kind eben genau dieses Gemüse an – das kann in Form von Rohkoststicks sein oder aber gebraten, gebacken, gekocht oder in einer Suppe püriert, so wie es Deinem Kind am besten schmeckt.

2. Tipp: Die Eltern sind Vorbilder

Das Vorbild der Eltern ist das Allerwichtigste! Selbst wenn man als Eltern darauf achtet, seine Abneigung (sofern man eine hat) gegen Gemüse zu verbergen, spürt das Kind dies trotzdem und wird es in den meisten Fällen unbewusst nachahmen (natürlich ist das nicht bei jedem Kind so). Auch wenn ein Elternteil nicht wirklich gerne Gemüse ist, kann man davon ausgehen, dass mindestens eins der Kinder, sofern man mehrere hat, auch ein kleiner Gemüsemuffel wird. Hier darfst Du dann ein bisschen tiefer in die Trickkiste greifen:

Ich mache dann zum Beispiel eine Lasagne, in der ich das Gemüse in einer schönen Tomatensauce verstecke. Die Tomatensauce wird natürlich püriert, dann sieht man das Gemüse nicht mehr und Tomatensauce geht ja bei den meisten Kindern eigentlich immer.

Diese Tomatensauce mit pürierten Gemüse ist übrigens auch besonders schmackhaft auf Pizza oder einfach so zu Nudeln. Wenn man so einen kleinen Dauer-Gemüsemuffel zuhause hat, empfehle ich darauf zu achten, dass das Getreide aus dem vollen Korn besteht. Also Vollkornnudeln, Vollkornbrot, Vollkornreis etc., so bekommt das liebe Kindlein auch viele Nährstoffe über die kohlenhydratreichen Lebensmittel.

Wenn Deine Kids bereits an helle Nudeln/ hellen Reis gewöhnt sind, dann beginne erst einmal weiße Nudeln mit “braunen” Nudeln zu mischen und nach einer Weile verschiebst Du das Verhältnis langsam zu den Vollkornnudeln hin. Oder Du machst es so wie ich: Am Wochenende gibt es weiße Nudeln und unter der Woche Vollkorn.

3. Tipp: Gemüseraten spielen

Fingerfood ist bei Kinder jeden Alters sehr beliebt, man kann es einfach zwischendurch “to go” essen. Dafür kannst Du aus Gurken, Paprika, Möhren, Kohlrabi, Fenchel etc. Gemüsesticks schneiden (probiere verschiedenes Gemüse). Dann machst Du ein kleines Spiel mit Deinen Kindern. Augen zu und schmecken lassen, um mit allen Sinnen das Gemüse zu erfassen, vielleicht schmeckt so das ein oder andere Gemüse dann doch. Oder mit Augen zu raten, welches Gemüse man grad im Mund hat.

Übrigens lieben Kinder auch Dips- also schnell noch einen Dip aus Soyaghurt, Salz , Zitrone und Olivenöl zaubern und dazu stellen- dann geht bestimmt das ein oder andere Gemüsesticklein über die Lippen.

4. Tipp: Gemüse untermogeln

Zugegeben dieser Tipp ist etwas aufwendig, aber wenn Du auch so verzweifelt bist, wie eine meiner Freundinnen es war, dann ist Dir auch diese Arbeit nicht zuviel (es war wohlgemerkt ihr erstes Kind). Meine liebe Freundin hat ihrem Gemüsemuffelchen die Erbsen und die Möhren immer IN die Nudeln gesteckt (in dem Fall sind Nudeln, wie Penne empfehlenswert). Das hat tatsächlich gut funktioniert – also für Kinder von 1-3 oder vielleicht auch noch etwas älter wunderbar. Wenn die lieben dann im Kindergarten essen, geht ja meist eh viel mehr an Gemüse durch den Gemüsemuffel-Verdauungstrakt, allein schon wegen des Gruppendrucks und dem Blick der Erzieherin.

Allgemein ist es wichtig, den Kindern immer wieder diverses Gemüse anzubieten, denn der Geschmack verändert sich über die Zeit.

5. Tipp: Gemüsegesichter kreieren

Lustige Gesichter mit Gemüse Sticks kreieren d.h. auf dem Brot zum Beispiel ein lustiges Gesicht legen und dann so Spielchen machen wie: jetzt esse ich erst die Nase, dann die Augen und dann den Mund… Da lacht sich mein Nesthäkchen regelmäßig checkig. Wenn Du noch einige Sticks mehr auf einen Teller legst, kann das Kind auch selber kreativ werden.

6. Tipp: Lass Dein Kind selbst Gemüse schnibbeln

Das Kind beim Essen zubereiten helfen lassen. Kinder lieben es auch hier die Erwachsenen nachzuahmen, und ”wer in der Küche beim Essen zubereiten hilft, der ist auch schon echt groß”. Das selbst geschnippelte Gemüse schmeckt natürlich auch viel besser.

Je nach Alter kann man natürlich immer mal wieder aufklären und sagen wie gesund Obst und Gemüse essen ist und wie wichtig und notwendig es ist, wenn man groß und stark werden will. Ich ziehe dann Tiere als Beispiel hinzu, wie z.B. den Gorilla, der sich vor allem von Obst und Gemüse ernährt. Oder beliebte starke Tv-Vorbilder, sofern es da schon welche gibt.

Ich hoffe, meine Tipps erleichtern Dir ein wenig Deinen Alltag und Du kannst das gesunde, ausgewogene Essen gemeinsam und entspannt mit Deiner Familie genießen.

Stay healthy and happy!
Deine Anna

geschrieben von
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