Vamily – Wie alles begann

Im Sommer 2012 präsentierte mir mein Mann ganz stolz zwei vegetarisch/vegane Portale, die zum Verkauf standen, eins davon war vamily.de. Er fragte mich, ob ich Interesse hätte so ein Portal zu betreuen. Er selber ist Bereich Online-Marketing tätig und sucht ständig nach neuen und innovativen Projekten.

Das Thema war absolut das richtige für mich: Vamily- das vegane Familienportal, ein Forum, wo vegan lebende Familien sich austauschen können. Der einzige Haken – wir waren gar nicht vegan…

Als studierte Ökotrophologin war und ist für mich gesunde Ernährung allerdings immer Thema Nummer 1 in unserer Familie, die damals noch aus vier Personen bestand (mein Mann, eine Tochter, ein Sohn und ich). Ich lebte seit 2008 vegetarisch und konnte mir gut vorstellen mich in das Vegan-Thema einzuarbeiten.

Also haben wir das Portal übernommen. Ich habe viel recherchiert, viele Artikel geschrieben und mich mit dem Thema auseinander gesetzt. Selbst vegan zu werden, konnte ich mir allerdings nicht vorstellen, ohne mein geliebtes Käsebrot…

Als ich dann Ende 2012 mit einer Yogalehrerausbildung begann und ein Standardwerk von T.K.V. Desikachar las, legte sich bei mir ein Schalter um! Zack! Ich brauchte kein Käsebrot mehr und auch alles andere, was bei Lebewesen Leid auslöste, wollte ich nicht mehr konsumieren. Da war ich doch über Nacht zur Veganerin geworden ohne es tatsächlich wirklich zu beabsichtigen.

Das war natürlich für meine Arbeit ein Gewinn, da ich mich nun noch mehr in die Vegan-Materie hineinkniete und nun auch die Schwierigkeiten des Familienlebens tatsächlich durchlebte. Und Schwierigkeiten gab und gibt es immer wieder. Denn ich war ja die Einzige in der Familie bei der sich der Schalter umlegte und das sollte auch noch lange so bleiben.

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Vamily: Der stetige Wandel

Ich sammelte also nicht nur Informationen, sondern vor allem Erfahrungen!

Denn wenn die Mutter und Köchin einer vierköpfigen Familien auf einmal verkündet, dass sie sich nur noch pflanzlich ernährt, dann herrscht erst einmal ziemlich viel Verunsicherung, und das auf allen Seiten!

Fragen wie: Mama, warum tust Du das? Müssen wir jetzt alle vegan leben? Was kannst Du denn noch essen? Auch keinen Käse mehr? Was? Honig auch nicht? Auch keine Schokolade? Kann man denn so glücklich sein? Ist das denn gesund? Dann können wir ja gar nicht mehr aus einem Topf essen? Und noch viele Frage mehr, musste ich zigmal beantworten.

Natürlich hatte auch ich einen großen Fragenkatalog in meinem Kopf: Kann ich es verantworten, dass die Kinder weiter so essen wie bisher? Kann ich das ertragen, jetzt wo mir so viel bewusst geworden ist? Wie lange schaffe ich es wohl, noch Fleisch zu zu bereiten? Kann ich das überhaupt noch? Warum können wir nicht einfach alle vegan leben? ….

Da ich in meinem Leben immer schon einen starken Fokus auf der Ernährung hatte und auch dazu neige alles etwas extrem anzugehen, war mein Mann es bereits gewohnt, solche extremen Wandlungen von mir zu beobachten. Wahrscheinlich dachte er, dass diese Phase schon wieder vorbei geht. Wie dem auch sei, er wollte sich weiter so ernähren wie bisher- Allesesser oder wie man in Vegankreisen sagt: Omnivor. Das ich die Kinder mit veganisiere, war dann auch kein großen Thema.

Ich lebte und lebe also vegan in einer allesessenden/ omnivoren Familie.
Diese Tatsache ließ mich über die Jahre sehr erfindungsreich werden.

Ein Rückschritt?

Mit meiner letzten Schwangerschaft 2013/2014 veränderte sich mein Essverhalten allerdings erneut. Ich aß wieder Butter, Käse und Eier, denn alle Ersatzprodukte, mit denen ich sonst den ein oder anderen Yiep auf tierische Produkte befriedigte, riefen einen gesunden Ekel in mir hervor. Da ich ein sehr intuitiver Mensch bin, habe ich auf mein Herz gehört und bin diesen vermeindlichen “Rückschritt” gegangen. Heute sehe ich, dass mir das erneut ein breites Spektrum an Erfahrungen serviert hat. Ich bin viel gelassener geworden, nicht so verbissen und erlaube mir selten, aber ab und zu eine vegetarische Ausnahme (wobei ich feststelle, dass mein Geschmack sich bereits wieder so verfeinert hat, dass die Ausnahmen selten ein Genuss sind- eher Mittel zum Zweck).

Diese Sanftheit im Umgang mit mir, hat sich auch in der Familie wiedergespiegelt. Ich lasse alle Familienmitglieder selbst entscheiden, was sie essen möchten und bereite alles zu bis auf Fleisch und Fisch (nur ganz seltene Ausnahmen gibt es noch- der Familie zu liebe). Dadurch fühlen sich alle angenommen und finden ihren eigenen Weg in ihrem eigenen Tempo.

Vamily: Die Entscheidung

In den letzten Monaten kristallisierte sich dann immer mehr heraus, dass ich über vamily.de als reines Familienportal hinaus gewachsen bin. Meine Freunde und die Menschen in meiner Umgebung lassen sich gerne von mir inspirieren und sind dankbar für meine zahlreichen Tipps. Also warum nicht das Hobby noch mehr zum Beruf machen?

Vamily: Vom Informationsportal und Austauschforum zur persönlichen Familienseite von Anna Maynert

Deshalb habe ich nun beschlossen, dass sich das Gesicht von vamily.de wandelt. Das neue vamily ist nun kein Forum und reines Informationsportal mehr, sondern wird zu meiner persönlichen Familienseite, auf der ich meine Erfahrungen unseres kunterbunten vegan-omnivoren Familienlebens mit Euch teile.

Du findest hier viele Tipps und Tricks, die sich alle um das Thema vegan/vegetarische Familie drehen. “Wie gestalte ich das Familienleben und vor allem die Esssituation, wenn jeder eine andere Einstellungen zum Essen hat”. Des Weiteren werde ich Persönlichkeiten vorstellen, die zu dem Thema interessantes zu sagen haben oder aber erwähnenswerte Projekte ins Leben gerufen haben. Es wird viele Rezeptideen geben, die vor allem den Fokus haben, die unterschiedlichen Geschmäcker zu vereinen, dabei aber relativ schnell zu zu bereiten sind und vor allem ein Genuß darstellen! Da ich neugierig bin und gerne Produkte teste, werde ich hier auch meine Lieblingsprodukte vorstellen- angefangen von Lebensmitteln über Kosmetik bis hin zu Büchern. Auch in diesem Bereich wird der Schwerpunkt natürlich auf Produkten liegen, die interessant für Familien sind.

Ich wünsche dir also ganz viel Vergnügen bei dem Durchstöbern von Vamily und hoffe, dass Du möglichst viel Nutzen aus meinen Erfahrungen mitnehmen kannst!

geschrieben von
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