Süßlupinen – die neuen Superbohnen?

Wunderschöne Lupinenpflanzen

Süßlupinen sind in aller Munde. Doch was hat es auf sich mit dem neuen Superfood? Erfahre hier alles wichtige über die Superbohne!

Süßlupine? Was ist das eigentlich genau?

Die Süßlupine ist eine eiweißreiche Hülsenfrucht (Leguminose), die durch ihr tiefes Wurzelwerk auch auf sehr nährstoffarmen Böden wächst. Dadurch ist der Einsatz von Düngemittel überflüssig und die Hülsenfrucht eignet sich hervorragend für den bioveganen Landbau.

Man unterscheidet zwischen der weißen, gelben und blauen Süßlupine, wobei letztere in Deutschland am meisten angebaut wird und zum Verzehr sehr gut geeignet ist. Der Name “Süß”lupine deutet nicht daraufhin, dass diese Lupinenart süßlich schmeckt, sondern bezieht sich auf das Fehlen der Bitterstoffe (Alkaloide), die im Laufe der Zeit herausgezüchtet wurden.
Die Süßlupine wird gerne zur Stickstoffanreicherung des Bodens genutzt, da die Knöllchenbakterien, die auf ihren Pfahlwurzeln sitzen, Stickstoff binden. Deutschland ist heute die Nummer eins im Anbau der Süßlupine (EU), doch ursprünglich kommt die Lupinenpflanze aus Südamerika und auch im Mittelmeerraum spielte die Lupine lange eine wichtige Rolle.

Superbohne? Was ist denn alles drin?

Die Süßlupine sticht vorallem mit ihrem hohen Eiweißgehalt (36-48%) und der Wertigkeit des Eiweißes ins Auge- sie enthält alle essentiellen Aminosäuren! Der Kohlenhydratgehalt ist im Gegenzug sehr gering, was sich positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Die Süßlupine enthält kein Gluten, was sie für Zöliakiepatienten und Glutensensitive interessant macht. Der besonders hohe Ballaststoffanteil wiederum begünstigt eine regelmäßige, gesunde Verdauung und wirkt präventiv gegen Dickdarmkrebs, außerdem wirkt er sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Der Fettgehalt der Süßlupine beträgt nur 6% und setzt sich aus hochwertigen einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren zusammen (ca. 24-40% einf. unges. Ölsäure, ca. 45-49% mehrf. unges. Linolsäure (Omega-6-FS), 1-8% mehrf.unges. Linolensäure (Omega-3-FS)).

Des Weiteren weist die Süßlupine einen hohen Gehalt an Carotinoiden und Vitamin E auf, der die ungesättigten, empfindlichen Fettsäuren vor Oxidation schützt und für die menschlichen Zellen ebenfalls ein guter Oxidationsschutz darstellt. Neben dem Vitamin B1, sind besonders die Mineralstoffe Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen erwähnenswert, denn sie dienen dem Körper als gute Mineralstoffquelle. Calcium u.a. für den Knochenaufbau, Magnesium für die Reizweiterleitung zwischen Nerven und Muskeln und Eisen für den Transport von Sauerstoff innerhalb des gesamten Organismus. Die in der Süßlupine enthaltenen Isoflavonoide wirken antioxidativ und haben krebshemmende Eigenschaften.

Die Vorteile der Süßlupine in Überblick:

  • 36-48% hochwertiges Eiweiß
  • ein geringer Kohlenhydratanteil
  • kein Gluten
  • ein hoher Ballaststoffgehalt
  • ein geringer Fettgehalt mit gutem Fettsäuremuster
  • reich an Vitamin E und Carotinoiden
  • reich an Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen
  • praktisch purinfrei
  • wenig blähende Eigenschaften→ besser verdaulich als andere Hülsenfrüchte
  • umweltschonend, weil in Deutschland angebaut→ keine langen Transportwege
  • keine Düngemittel nötig
  • nicht gentechnisch verändert
  • keine Abholzung von Regenwaldflächen

Was kann man mit Süßlupinen alles machen?

Lupinenmehl, -grieß, -schrot und -kleie eignet sich gut zum Backen (nicht mehr als 15% des Mehls ersetzen sonst schmeckt man das leicht bittere heraus).

Die ganzen Lupinensamen kann man zum Kochen verwenden oder keimen lassen.

Außerdem gibt es schon eine stetig wachsende Anzahl an verschiedenen Lupinenprodukten*, wie z.B. Lupinenschnitzel, -würstchen, -burger, -milch, -kaffee, -eis, Brotaufstriche auf Lupinenbasis, Fertigmischungen für Lupinenbratlinge und einiges mehr.

Ich habe für Dich eine ganze Reihe an Lupinenprodukten getestet. Lies hier, welche in meinen Augen am besten schmecken und um welche man besser einen großen Bogen machen sollte :-).

Hier geht´s zu meinem Süßlupinen-Produkte-Test

* = Affiliatelink

Tags from the story
, ,
geschrieben von
More from Anna Maynert

Vegane Rezepte aus dem Rheinland von Sabine Durdel-Hoffmann

Rheinische Hausmannskost für Veganer In dem Kochbuch “Vegane Rezepte aus dem Rheinland”...
Mehr Lesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.