10 Fragen an Back2Family

Back2 Family Portrait

Back2Family im Familienportait über das vegane Familienleben

Heute möchte ich Euch Kirstin, Alex, Emilia, Marlene, Theresa von Back2Family vorstellen! Sie reisen derzeit als Digitale Nomaden-Familie durch die Welt und halten sich gerade in Sri Lanka auf. Ihren Einstieg in die vegane Ernährung und Ihr “Warum” kannst Du hier im Interview lesen! Viel Spaß damit <3

1. Seit wann lebt Ihr vegan?

Wir ernähren uns seit ca. 2 Jahren vegetarisch und streben eine vegane Ernährung an.

2. Ernähren sich die Kinder ebenfalls vegan?

Unsere Kinder dürfen essen, was Sie wollen. Uns ist wichtig, dass unsere Kinder die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, was sie zu sich nehmen wollen und was nicht. Natürlich stehen wir Ihnen gerne zur Seite und schränken manchmal auch ungesundes, wie z.B. Zucker ein. Emilia, unsere älteste Tochter, ernährt sich ausschließlich vegetarisch, Marlene überwiegend vegetarisch. Theresa, unsere Jüngste, stillt noch und isst ebenfalls vegetarisch.

3. Wie seid Ihr zu der veganen Ernährung gekommen bzw. Euer “Warum”?

Meine Frau Kirstin war die erste in der Familie, die sich vegetarisch ernährt hat und ist auch der Trendsetter in Richtung vegane Ernährung. Emilia ist ihr relativ bald gefolgt und ich ernähre mich jetzt seit fast 1,5 Jahren vegetarisch. Meine ursprünglich Motivation war ethisch, da ich wegen der Massentierhaltung auf Fleisch verzichten wollte. Nachdem ich auch die positiven Effekte einer vegetarischen Ernährung bemerkt habe, sind mir auch die gesundheitlichen Gründe wichtig.

4. Wie haben Eure Ursprungs-Familien darauf reagiert?

Mit meiner Familie war das kein großes Thema, was aber sicher auch daran liegt, dass wir nicht so viel Kontakt haben. Meine Schwiegermutter isst gerne bei uns vegetarisch mit, wenn Sie zu Besuch ist, freut sich dann aber auch wieder auf Wurst und Fleisch. Es ist ein leben und leben lassen, jeder respektiert die Vorlieben des anderen, was ich sehr angenehm finde.

5. Welches waren/sind die größten Herausforderungen und wie habt Ihr diese gemeistert bzw. Wie geht Ihr damit um?

Wir sind seit August als digitale Nomadenfamilie unterwegs. Wir haben unsere Verpflichtungen in Deutschland aufgegeben und bereisen aktuell Asien. Manchmal ist es eine Herausforderung, Restaurants oder Food Markets zu finden, an denen es eine Auswahl an vegetarischen oder veganen Speisen gibt. So wird in Thailand sehr oft Fischsauce zum Würzen verwendet und bei machen vegetarischen Gerichten, die wir bestellt haben, bin ich mir nicht 100% sicher, ob sie auch wirklich vegetarisch waren. Aber hin und wieder findet man dann auch wieder echte Perlen: Falls du mal in Kuala Lumpur sein solltest, schau unbedingt ins Simple Life in der Lot10 Mall. Das Essen hat uns zum Weinen gebracht, und das nicht nur wegen der Schärfe.

6. Plant Ihr Euren Speiseplan bzw. wie sichert Ihr die ausreichende Eisen-/ Calciumversorgung Eurer Kinder?

Wir hören auf unseren Körper und versuchen, ihm das zu geben, was er braucht. Gerne verwenden wir Pflanzenmilch mit Calcium. Und natürlich supplementieren wir B12. Hier wollen wir jedoch noch tiefer einsteigen und uns weiteres Wissen aneignen um eine ausgewogene Nährstoffzufuhr sicherzustellen.

7. Welche Erkenntnisse habt Ihr auf Eurer Reise in die vegane Ernährung gewonnen?

Unsere (örtliche) Reise hat uns bei der Umstellung auf eine vegane Ernährung unterstützt. Seit dem wir in Südostasien sind, fällt es uns wesentlich leichter, uns vegan zu ernähren. In Deutschland haben wir oft Milch- und Milchprodukte zu uns genommen. Das fällt jetzt weg, da wir uns den Essgewohnheiten der Locals anpassen und diese Produkte hier unüblich sind. Im übertragenen Sinne bemerke ich, dass ich einen wesentlich höheren Energielevel habe, seit dem ich mich hauptsächlich pflanzlich ernähre.

8. Wie reagiert Ihr auf Vorwürfe oder kritische Fragen bezüglich der veganen Ernährung Eurer Kinder?

Da wir ja aus unserem bisherigen Leben ausgestiegen sind und seit einem halben Jahr als Digitale Nomadenfamilie die Welt bereisen, haben sich auch die Menschen in unserem Umfeld ziemlich verändert. Bei reisenden Familien ist Vegetarismus, Veganismus, clean eating und Co. die Normalität anstatt die Ausnahme. Daher sind Vorwürfe oder kritische Fragen bisher ausgeblieben.

9. Gibt es einen besonderen Tipp, den Ihr gerne weitergeben möchtet, z.B. eine besondere Erkenntnis bezüglich der veganen Ernährung oder ein Aha-Erlebnis, das Ihr gerne teilen möchtet?

Mein größtes Aha-Erlebnis war der Verzicht auf Milch und Milchprodukte. Ich hatte oft nach dem Essen oder auch nach einem Milchkaffee das Gefühl, einen Stein im Magen zu haben. Ich wurde furchtbar träge, müde und energielos. Seitdem ich auf Milch verzichte, kenne ich diese Völlegefühl überhaupt nicht mehr. Ansonsten kann ich allen, die sich mit dem Thema beschäftigen, aber noch zögern, dazu ermutigen, lieber heute als morgen anzufangen: du verlierst nichts und gewinnst jede Menge an Energie und Lebensqualität.

10. Welches ist Euer absolutes Lieblings-Rezept?

Hier in Südostasien gibt es Früchte für sehr wenig Geld, die in Deutschland meist nur unreif zu gesalzenen Preisen verkauft werden. Mein persönliches Lieblingsrezept ist unser Frühstücksporridge mit frischen Früchten:

  • Haferflocken in Pflanzenmilch einrühren und etwas Kokosmilch zugeben.
  • Kurz aufkochen lassen.
  • Mit klein geschnittenen Datteln süßen und mit Zimt und Vanille würzen.
  • Über das Porridge kommen kleingeschnittene Mango, Papaya, Bananen und Maracuja.

Wer will, kann mit ein wenig Chiasamenpudding (die gesunde Variante) oder mit Bitterschokolade (nicht ganz so gesund, aber lecker) toppen, sowie diversen anderen Superfoods.

Vielen Dank liebe Back2Family für das Interview. Alles Gute für Eure Familie!

Weitere Informationen auf der Website: www.back2family.de

geschrieben von
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